INFOREIHE

Hier lernst du...
  • Wissenswertes über den Einsatz von CalMag
  • Einfache Dosierungs-Empfehlungen für Anfänger
  • Genaue Berechnung für Fortgeschrittene

Wie kann ich die optimalen Werte herstellen?

Je nachdem, ob Du mineralisch oder organisch anbaust und welches Substrat und Wasser Du benutzt, kommen verschiedene Cal-Mag-Produkte für Dich in Frage.

Bio-Grow auf Erde

Für einen Bio-Grow auf Erde empfehlen wir eindeutig das Biobizz CalMag. Das liegt daran, dass die darin enthaltenen Nährstoffe auf Bio-Basis bereit gestellt werden. So bleibt Dein Grow voll Bio und die Mikroorganismen in Deiner Erde bleiben im Gleichgewicht.

Mineralischer Grow auf Erde

Bei einem mineralischen Grow mit Erde kannst Du frei entscheiden, welches CalMag Produkt Du nutzen möchtest. Ein Bio-Produkt wie das CalMag von Biobizz funktioniert hier genau so gut, wie die mineralische Variante Canna CalMag Agent.

Hydroponik auf Cocos oder Blähton

Für Grows in hydroponischen Systemen empfehlen wir rein mineralisches CalMag zu nutzen. Das liegt daran, dass durch Bio-Dünger die Pumpen leicht verstopfen und das System öfter gereinigt werden muss.

Passende Kandidaten aus der mineralischen Ecke sind hierbei die Produkte von CANNA. Du kannst entweder das fertige Canna CalMag, oder auch die Einzelnährstoffe von Canna Mono als CalMag-Control Set nutzen.

So macht's der Grow-Guru

Folgende Konzentrationen von Calcium und Magnesium während der unterschiedlichen Anbauphasen haben sich als funktional erwiesen:

  • Jungpflanzen
    Cal: 50-60 mg/L
    Mag: 20-30 mg/L
  • Wachstumsphase
    Cal: 80-100 mg/L
    Mag: 30-50 mg/L
  • Blütephase
    Cal: 100-120 mg/L
    Mag: 40-60 mg/L

Wichtig ist dabei, dass die beiden Nährstoffe am Ende in einem Verhältnis von Ca:Mg zwischen 4:1 und 2:1 vorliegen.

Dosierung für Anfänger: Über den EC Wert

Diese Methode ist ein zwar relativ anfängerfreundlich, aber zur Durchführung benötigst Du ein EC-Messgerät. Damit kannst Du feststellen, wie viele Salze (= Calcium, Magnesium und andere Dünger) in Deinem Gießwasser gelöst sind. Das Ziel ist es, einen EC Wert von 0,3 bis 0,5 mS/cm² zu erreichen.

Die Vorgehensweise:

  1. Du nimmst eine Probe Deines Wassers und misst den EC Wert.
  2. Der Zielwert liegt zwischen 0,3 mS/cm² und 0,5 mS/cm²
  3. Ist Dein Ergebnis zu niedrig, dann gib vorsichtig ein beliebiges CalMag zu Deinem Wasser und mache eine erneute Messung
  4. Wenn Du Deine Dosis gefunden hast, dann notiere Dir die verabreichte Menge und in welche Wassermenge Du sie gegeben hast. Das ist in Zukunft Dein Grundrezept zum Anrühren von Gießwasser.
  5. Ist der Wert zu hoch gerutscht und über 0,5 mS/cm², würde sich empfehlen, die Lösung mit destilliertem Wasser oder Regenwasser zu "strecken" bis der Wert auf die anvisierten 0,3-0,4 mS/cm² herunter rutscht.
  6. Zuletzt wird die reguläre Düngerdosis zum mit CalMag behandelten Wasser hinzu gegeben.
  7. Das war's schon!

Vorteile

  • leicht umsetzbar für Anfänger
  • man benötigt nur ein beliebiges Cal-Mag-Produkt

Nachteile

  • EC-Messgerät wird benötigt
  • falsche Verhältnisse zwischen Cal und Mag im Leitungswasser werden ignoriert
  • andere Nährstoffe im Wasser finden keine Beachtung

Unsere CalMag Produkte

Pro-Tipp: Wir geben bei den CalMag-Produkten immer mit an, wie viel Calcium und Magnesium in mg in einem ml stecken. So kannst Du easy Dein perfektes CalMag-Level berechnen. 

Königsweg der Dosierung: Exakte Berechnung

Der Königsweg in der Anwendung von CalMag ist die Berechnung der exakten Werte. Diese Methode empfiehlt sich insbesondere im Bereich der Hydroponik.

Vorgehensweise:

  1. Suche im Internet nach "Wasserwerte" und gib dazu Deine Postleitzahl ein
  2. Finde die Homepage Deines lokalen Wasserversorgers
  3. Dort kannst Du Dir Daten zur Wasseranalyse ansehen. Unter anderem sind dort Werte für Calcium und Magnesium in mg/l angegeben
  4. Je nachdem, in welcher Phase sich Deine Pflanzen befinden, suchst Du aus obiger Angabe Deine Zielwerte heraus.
  5. Du vergleichst Deine Zielwerte mit Deinen Wasserwerten.
    1. Wenn der Zielwert bereits überschritten ist, dann brauchst Du wahrscheinlich kein CalMag und solltest Deine Nährlösung mit destilliertem Wasser verdünnen.
    2. Wenn der Wert noch nicht erreicht ist, dann kannst Du einfach ausrechnen, wie viel Dir von welchem Stoff fehlt
  6. Zu ziehst von Deinen gewünschten Sollwerten die Werte ab, die Dein Wasserversorger zu Calcium und Magnesium angegeben hat.
  7. Du fügst jeweils so viel Mono Calcium und Mono Magnesium hinzu, bis die Werte erreicht sind. Wie viel Calcium und Magnesium im jeweiligen Präparat enthalten sind, kannst Du der jeweiligen Produktseite in unserem Shop entnehmen.

Beispiel:

  1. Laut Versorger liegen Die Wasserwerte z.B. bei:
    Calcium: 45 mg/L
    Magnesium: 13 mg/L
  2. Deine Pflanzen sind in der Blütephase, also möchtest Du gerne folgende Werte realisieren:
    Calcium: 100 mg/L
    Magnesium: 50 mg/L
  3. Sieh Dir die Produktseiten unserer CalMag Produkte an und finde heraus, wie viel des jeweiligen Nährstoffs in einem ml enthalten sind. z.B.
    Canna Mono Calcium enthält ca. 112 mg/ml Kalzium.
    Canna Mono Magnesium enthält ca. 50 mg/ml Magnesium.
  4. Rechne aus, was Deinem Wasser fehlt:
    Calcium: 100mg/L (Sollwert) - 45mg/L (Ist-Wert) = 55mg/L fehlen
    Magnesium: 50mg/L (Sollwert) - 13mg/L (Ist-Wert) = 37mg/L fehlen
  5. Nun rechnest Du aus, wie viel Cal und Mag du jeweils geben musst:

    Calcium:
    55mg/L (fehlend) : 112mg/ml (in Mono Cal enthalten) = ~ 0,5 ml pro Liter um auf den Zielwert von 112 mg/L zu kommen

    Magnesium:
    37mg/L (fehlend) : 50mg/ml (in Mono Mag enthalten) = ~ 0,74 ml pro Liter um auf den Zielwert von 50 mg/L zu kommen
  6. Nachdem du Calcium und Magnesium Deines Wassers angepasst hast, gibst Du ganz normal Dünger nach Schema dazu.
  7. Voilá! Fertig ist das Wässerchen.

So kannst Du Deine Werte genau berechnen und Dein Wasser exakt auf die jeweilige Anbauphase abstimmen. Damit gehören CalMag-Mängel der Vergangenheit an und Du kannst in eine fröhliche Zukunft - ohne gelbe Blätter und braune Punkte - blicken.

Tipp: Calcium und Magnesium einzeln steuern

Mit Canna Mono-Calcium und Mono Magnesium bekommst Du perfekte Cal-Mag-Werte hin - egal welches Wasser Du benutzt.

Damit kannst Du Calcium und Magnesium unabhängig voneinander präzise steuern und Deine Pflanzen vor Mängeln bewahren. 

Cal-Mag: Erst seit LED ein großes Thema

Aber fangen wir von vorne an: Damit Deine Pflanzen ordentlich wachsen und an Biomasse zulegen können, benötigen sie neben Licht und Wasser ein breites Spektrum an Nährstoffen - unter anderem die Mikronährstoffe Calcium (= Kalzium) und Magnesium.

Tatsächlich wurde den beiden Nährstoffen bis vor einigen Jahren nicht viel Beachtung geschenkt, da ein CalMag-Mangel unter NDL nur selten entsteht. Für Grows mit LED hingegen gelten in Bezug auf CalMag andere Gesetze: Aufgrund des breiteren Beleuchtungsspektrums und der höheren Lichtintensität haben Pflanzen unter LED einen deutlich größeren Hunger auf Calcium und Magnesium.

Seither sind die einschlägigen Homegrow-Foren voll von Beiträgen, die alle das gleiche Schadbild zeichnen: Gelbe Blätter, braune Punkte, grüne Blattadern und Blatt-Verbrennungen.

Diagnose: CalMag-Mangel.

PROFI TIPP:

Manchmal kommt Cal Mag Mangel einfach nur von zu starker Beleuchtung. Ein Blick in unseren Guide zum Lampenabstand bei LEDs wird Dir schnell zeigen, ob bei Deiner Beleuchtung alles richtig eingetsellt ist.

Tutorial: LED Lampenabstand richtig einstellen

Warum brauchen meine Pflanzen Calcium und Magnesium?

Die beiden Nährstoffe sind an vielen Stoffwechselprozessen innerhalb der Pflanze beteiligt. Wenngleich sie offiziell zu den Mikronährstoffen gezählt werden, die nicht überlebenswichtig für Pflanzen sind, hat sich das Verständnis ihrer Funktion in den letzten Jahren stark erweitert.

Infolge stufen Forscherinnen und Forscher die beiden Nährstoffe heutzutage als deutlich wichtiger ein, als noch vor 15 Jahren. Aufgrund ihrer Wichtigkeit für den Pflanzenstoffwechsel werden mittlerweile lebhafte Diskussionen darüber geführt, ob man die beiden Nährelemente besser den lebensnotwendigen Makronährstoffen zuordnen sollte.

Calcium (Ca)

Als entscheidender sekundärer Mikronährstoff, übernimmt Calcium essenzielle Funktionen für die Gesundheit und das Wachstum von Pflanzen. Diese Schlüsselrollen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Strukturbildung der Zellwand
    Im Kontrast zu Zellen in der Tierwelt besitzen Pflanzenzellen eine äußere Zellwand, die ihre Membran umschließt. Diese Struktur gewährt Festigkeit und fungiert als Barriere gegen potenziell schädliche Eindringlinge. Calcium bildet eine unerlässliche Komponente dieses schützenden Panzers. Dadurch kann unter anderem die Wahrscheinlichkeit von Blütenfäule gesenkt werden.
  • Steigerung der Stressresistenz
    Calcium agiert als Schutzschild für die Pflanzen, befähigt sie, sich von nicht-lebendigen Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze und Kälte zu erholen.
  • Förderung der Nährstoffaufnahme
    Starkzehrende Blühpflanzen profitieren von Calcium, da es ihnen hilft, wichtige Makronährstoffe wie Stickstoff und Kalium aufzunehmen. Zudem unterstützt das Element den Transport dieser Substanzen nach ihrer Aufnahme durch die Pflanzen.
  • Aktivierung von Enzymen
    Calcium stimuliert diverse Enzyme, die für essenzielle Prozesse, wie die Bildung umfangreicher Proteine, verantwortlich sind.

Calcium gebunden in Calciumnitrat

Magnesium (Mg)

Neben Calcium spielt auch Magnesium eine unterstützende Rolle bei lebensnotwendigen Prozessen, die ein vitales Pflanzenwachstum und die Blütenbildung ermöglichen. Diese Aufgaben umfassen:

  • Wachstumsförderung
    Ohne Magnesium stünden die Pflanzen vor Schwierigkeiten beim Wachstum. Das Mineral trägt zur Zellteilung bei, was zu stattlichen Pflanzen und einer reichen Ernte führt.
  • Beteiligung an der Photosynthese
    Magnesium bildet den zentralen Bestandteil des Chlorophyllmoleküls, jenes grünen Pflanzenpigments, das Licht während des Photosyntheseprozesses einfängt.
  • Unterstützung der Nährstoffaufnahme
    Magnesium unterstützt die Pflanzen auch dabei, andere essenzielle Nährstoffe wie Kalium und Phosphor aufzunehmen. Die Synthese und Speicherung lebenswichtiger Pflanzeninhaltsstoffe wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette ist ohne Magnesium nicht möglich.
  • Hormonregulierung
    Durch die Regulierung von Pflanzenhormonen trägt Magnesium dazu bei, dass die Pflanzen sich von äußeren Stressoren erholen können.

Magnesium in Form von Magnesiumsulfat

Woran kann ich einen Mangel erkennen?

Grundlegend kann man Pflanzennährstoffe in zwei Klassen unterteilen: Es gibt mobile und immobile Nährstoffe. Der Unterschied besteht in der Art, wie die Nahrung von der Pflanze im Stoffwechsel verarbeitet wird.

So können mobile Nährstoffe sich in der Pflanze frei bewegen und wandern bei einem Mangel dort hin, wo sie benötigt werden - in die Triebspitze. Daher zeigt sich ein Mangel an mobilen Nährstoffen zuerst an älteren und größeren Blättern im mittleren und unteren Bereich des Gewächses.

Immobile Nährstoffe hingegen sind "zu schwer" um durch die Pflanze zu wandern. Daher zeigt sich ein Mangel immer am Neuwuchs im oberen und mittleren Bereich der Pflanze.

Da Calcium zu den immobilen Nährstoffen zählt und Magnesium zu den mobilen, äußern sich Mängel an unterschiedlichen Teilen der Pflanze. So kann es also durchaus sein, dass bei einem CalMag-Mangel nicht alle Blätter die gleichen Symptome aufweisen.

TIPP: Deine Pflanzen haben einen MAngel, aber Du weißt nicht welcher? Dann wirf einen Blick in unser Tutorial zum richtigen Düngen. Dort erklären wir Dir die verschiedenen Mängel und wie Du gegensteuerst.

Kalziummangel (immobil)

Calciummangel beim Silber-Ahorn

Symptome eines Calciummangels

Betroffen: ältere Blätter
Schadbild: Braune oder gelbe Punkte, schwache Stängel, Blätter die sich nach oben oder unten biegen, langsame Wachstumsrate, verbrannte Blattspitzen, evtl. Blütenfäule

Ablauf bei Mangel an Kalzium

  • Innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Wochen zeigen sich erste Verfärbungen auf den älteren Blättern. Ursprünglich manifestieren sie sich oft als kleine, hellbraune Punkte, die im Verlauf an Größe zunehmen.
  • Nach zwei Wochen nehmen die Flecken auf den älteren Blättern kontinuierlich zu. Häufig sind auch die Blattränder betroffen, ähnlich wie bei einem Kaliummangel oder Anzeichen von Verbrennung.
  • Gelegentlich kommt es zu einer Kräuselung der jungen Blätter und die Kelche weisen schmale, dünnblättrige Bereiche (vorerst) ohne Verfärbungen auf.
  • Die älteren Blätter sterben allmählich ab, wobei gelbliche, wolkenförmige Flecken rund um die ursprünglichen Punkte entstehen können. Je älter das Blatt ist, desto ausgeprägter werden die Symptome.
  • Auch die Blüte wird durch dieses Phänomen gehemmt und verzögert, wobei die Stempelzahl deutlich zurückbleibt. Des Weiteren bleiben die Blütentrauben klein und schließen sich nicht wie erwartet.

Gründe für Calcium-Mängel

  • Kalzium-bindender Boden in der Zuchtbasis.
  • Übermaß an Ammonium, Kalium, Magnesium und/oder Natrium im Wurzelumfeld. Ammonium zeigt die stärkste Hemmung der Kalziumaufnahme, während Natrium den geringsten Einfluss hat.
  • Herausforderungen in der Verdunstung aufgrund eines zu hohen EC-Werts oder einer übermäßigen beziehungsweise unzureichenden relativen Luftfeuchtigkeit.

Magnesiummangel (mobil)

So sieht ein fortgeschrittener Magnesiummangel aus: helle Blätter mit grünen Blattadern. Im weiteren Verlauf verbrennen die Blattspitzen.

Symptome eines Magnesiummangels

Betroffen: mittelalte und jüngere Blätter (zumeist nicht die Triebspitzen selbst)
Schadbild: hell werdende Blätter bei grün bleibenden Blattadern (Interveinale Chlorose), braune Flecken, rote Stängel (kann aber auch von Phosphormangel, Kälte oder Lichtüberschuss kommen), verblassende & vergilbende Blätter kräuseln sich

Ablauf des Mangels an Magnesium

  • In den ersten 3 bis 4 Wochen sind keine Anzeichen erkennbar; die Pflanze gedeiht gut, präsentiert sich in dunkelgrünem, gesundem Erscheinungsbild.
  • Die Mangelerscheinungen zeigen sich erst in der vierten bis sechsten Woche der Blühphase. Zu diesem Zeitpunkt erscheinen kleine rostbraune nekrotische Flecken und/oder wolkenartige Chlorosen auf den mittelalten Blättern (unterhalb der Blütenspitze). Die Farbe der jungen Blätter und des Fruchtstandes bleibt normal.
  • Die rostbraunen Flecken auf den Blättern vergrößern sich, begleitet von verstärkten gelblichen Chlorosen.
  • Die Symptome breiten sich über das gesamte Blatt aus, während die vermehrte Gelbfärbung der Chlorosen deutlich wird. Die Auswirkungen erstrecken sich auf die gesamte Pflanze, die einen geschwächten Eindruck hinterlässt.
  • Bei einem schwerwiegenden Mangel zeigen auch die jüngsten Blätter Anzeichen von Chlorose, und die Produktion von Blüten nimmt ab.

Gründe für Magnesium-Mängel

  • Extrem feuchte, kalte und/oder saure Bedingungen im Wurzelbereich verhindern die Aufnahme.
  • Übermäßiger Gehalt an Kalium, Ammonium und/oder Calcium im Vergleich zum Magnesiumgehalt (beispielsweise durch kalkhaltiges Leitungswasser oder Lehmboden mit hoher Kalkkonzentration).
  • Erhöhter EC-Wert im Substrat, was zu einer gehemmten Verdunstung und Nährstoffaufnahme führt.

Wieviel CalMag benötigen meine Pflanzen?

Welchen Kalzium- und Magnesiumbedarf Deine Lieblingsp die verschiedenen Nährstoffe sich gegenseitig beeinflussen.Fällt ein Nährstoff weg, so zieht dies oft eine Verkettung von Defiziten nach sich.

Forschung und Wissenschaft sind längst aufmerksam geworden

Da die CalMag-Thematik seit der Verbreitung von LED Pflanzenlampen mehr und mehr in den Fokus der Grower gerutscht ist, gibt es mittlerweile unzählige Studien zu diesem Thema. Diese kommen zwar zu unterschiedlichen Ergebnissen, aber es lassen sich zumindest gewisse Eckpfeiler abstecken.

Die besten Chancen den Nährstoffbedarf an Kalzium und Magnesium zu erforschen, sahen Wissenschaftler in der Hydroponik Bewässerung. Da man dort auf Wasserbasis arbeiten, treten nur wenige unkontrollierbare Reaktionen auf. So lassen sich die beiden Düngerelemente gezielt aussparen und deren Mangelsymptome erforschen.

So stellten Forscherinnen und Forscher fest, dass der CalMag-Bedarf von starkzehrenden Blühpflanzen sich während ihres Lebenszyklus verändert. Während sie im ersten Lebensabschnitt einen nur niedrigen Bedarf zeigen, neigen sie während der Einleitung der Blütephase zu stark ansteigenden Nährstoffaufnahmen.

Der CalMag Bedarf während der verschiedenen Pflanzenphasen

In einer Vielzahl von Experimenten hat sich gezeigt, dass nicht nur die absoluten Mengen von Calcium und Magnesium entscheidend sind, sondern auch das Verhältnis der beiden Nährstoffe zueinander. Dieses Verhältnis sollte sich bei einem Verhältnis von 4:1 (Ca:Mg) bis 2:1 (Ca:Mg) einpendeln. So können beide Nährstoffe gut aufgenommen werden.

Entsprechend lassen sich mit den folgenden Konzentrationen in der Hydroponik gute Ergebnisse erzielen:

  • Jungpflanzen/Keimlinge/Stecklinge
    Cal: 50-60 mg/L
    Mag: 20-30 mg/L
  • Wachstumsphase
    Cal: 80-100 mg/L
    Mag: 30-50 mg/L
  • Blütephase
    Cal: 100-120 mg/L
    Mag: 40-60 mg/L

Diese Werte sind eine gute Orientierung für den Gesamtbedarf beim Anbau in hydroponischen Systemen. Für den Anbau auf Erde muss man allerdings berücksichtigen, dass das Substrat schon Kalzium und Magnesium in sich trägt. Somit wird bei Erd-Grows meistens weniger CalMag im Gießwasser benötigt als beim Hydroponik-Anbau.

Zuviel des Guten blockiert die Aufnahme von Kalium

Neben der Unterscheidung in mobile und immobile Nährstoffe, kann man die Nährelemente auch chemisch in zwei Klassen einteilen. Je nachdem, ob der gelöste Nährstoff negativ oder positiv geladen ist, handelt es sich um ein Anion (negativ) oder ein Kation (positiv).

Die Elemente Calcium und Magnesium zählen zu den positiv geladenen Kationen - ebenso wie der besonders wichtige Nährstoff Kalium.

Nun kann es passieren, dass diese 3 Kationen sich gegenseitig in der Aufnahme blockieren, wenn sie im falschen Verhältnis zueinander stehen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass man die Maximaldosis bei CalMag nicht überschreitet, da sonst die Aufnahme von Kalium blockiert werden kann. Im Resultat hat man dann einen Mangel, der kein echter Mangel ist, sondern eine Nährstoffblockade, die durch einen Überschuss entsteht.

Schnäppchen abseits von Calcium und Magnesium

In unserem Shop gibt es immer wieder mal echte Preiskracher. Vielleicht ist ja was für Dein Setup dabei :-)

Woher bekommen Pflanzen Calcium und Magnesium?

Calcium in der Natur

Calcium im Boden liegt nicht in seiner elementaren (reinen) Form vor, sondern ist hauptsächlich in Verbindungen wie Calciumsulfat, Calciumphosphat und Calciumcarbonat gebunden. Diese Verbindungen resultieren oft aus Gesteinsanteilen wie Dolomitkalk. Durch sogenannte Calciumbrücken entstehen im Boden vorteilhafte Verbindungen zwischen Humus und Ton.

Die Funktion von Calciumbrücken besteht darin, Bodenerosion und Staunässe entgegenzuwirken. Des Weiteren steigert Calcium grundsätzlich die Aktivität essenzieller Bodenmikroorganismen. Zudem verlangsamen die basischen Calciumverbindungen den Prozess der Bodenversauerung. In sauren Moor- und Heideböden ist beispielsweise nur wenig Calcium vorhanden, während Löss- und Mergelböden vergleichsweise reich an Calcium sind.     

Magnesium in der Natur

Magnesium bildet einen natürlichen Bestandteil des Bodens. Es existiert sowohl in Form von frei verfügbaren Magnesium-Ionen als auch in gebundener Form an Ton und anderen Bodensilikaten. Die Magnesiumkonzentration im Boden variiert erheblich. Tonreiche Böden weisen tendenziell höhere Magnesiumgehalte auf, während sandige Böden nur geringe Mengen enthalten.

Besonders hohe Magnesiumkonzentrationen sind beispielsweise in Marschböden entlang der Küste zu finden, sowie in Böden, die aus Ursprungsgesteinen wie Dolomit und Basalt entstanden sind. Für ein optimales Pflanzenwachstum ist jedoch vor allem das frei verfügbare Magnesium im Boden entscheidend. Bei Boden-pH-Werten unter 6 oder über 8 gestaltet sich die Aufnahme von Magnesium durch Pflanzen schwierig, da es entweder schlecht aufgenommen oder insgesamt nur begrenzt verfügbar ist.

Kalzium und Magnesium im Wasser

Eine weitere mögliche Quelle für Calcium und Magnesium liegt im Gießwasser. Sofern kein Regen- oder Osmosewasser verwendet wird, sind die beiden Nährstoffe mit hoher Wahrscheinlichkeit darin enthalten.

Du kannst einfach heraus finden, wie viele Mineralsalze in Deinem Leitungswasser gelöst sind, indem Du in einer Suchmaschine "Wasserwerte" und Deine Postleitzahl eingibst. In den Ergebnissen sollte auch die Homepage Deines regionalen Wasserversorgers auftauchen. Dort kannst Du in aller Regel die Analysewerte entnehmen und feststellen, wie viel CalMag sich bereits in Deinem Wasser befindet.

Mit diesem Wissen solltest Du jetzt alle notwendigen Schritte einleiten können, um zum vollen CalMag-Profi zu werden.

Viel Spaß beim Growen wünscht
Robert von Grow-Guru

TIPP ZUM SCHLUSS:
Damit Deine Pflanzen CalMag gut aufnehmen können, sollte sich der pH-Wert nicht unterhalb von 6,2 befinden. Wenn Du mehr über den idealen pH-Wert beim Grow erfahren willst, dann check unser Tutorial

Der perfekte pH-Wert für maximale Erträge im Indoor Grow

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