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Die Belüftung ist einer der elementarsten und wichtigsten Bestandteile Deiner heimischen Grow-Umgebung. Egal ob Du in einem Zelt, einem Schrank oder einem eigens dafür eingerichteten Zimmer anbauen möchtest: das richtige Klima ist entscheidend für die Entwicklung Deiner Pflanzen. Mit diesem Ratgeber möchten wir Dir die Grundlagen der Belüftung näher bringen und Dir dabei helfen, das für Dich richtige System zu finden.
Viel Spaß beim Gärtnern (und beim Lesen) wünscht Dir Dein Grow Guru Team
Viele unserer Kunden und Besucher, die gerade frisch ins Hobby eingestiegen sind, sehen sich mit der selben Problematik konfrontiert: dem Planen und Aufbauen eines Zu- bzw. Abluftsystems. Die exakte Vorgehensweise kann sich zwar von Fall zu Fall unterscheiden, die Grundlagen sind jedoch immer die selben. Im Folgenden möchten wir daher zunächst die 10 häufigsten Fragen beantworten, mit denen sich Einsteiger zum Thema Belüftung an uns richten.
Eine effektive Belüftungsanlage kann bereits aus wenigen Komponenten entstehen:
Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: der Ventilator saugt die Luft in der Growbox durch einen Aktivhohlefilter an und bläst sie durch den Abluftschlauch nach außen. Das erzeugt einen Unterdruck in Deiner Growbox, sodass automatisch frische Zuluft durch die "Luftschlitze" ins System gezogen wird. Growboxen besitzen hierfür extra Öffnungen in Bodennähe.
Die Verbindungshelfer sind zwar nicht erforderlich - Du kannst Dir auch jederzeit etwas basteln, um die einzelnen Komponenten sicher miteinander zu verbinden. Wir empfehlen Dir dennoch, diese zu benutzen. Sie sind nicht teuer und sparen Dir im Gegenzug einige Nerven :).
Das ist abhängig davon, wie groß der Raum ist, in dem Deine Pflanzen stehen. Wie erwähnt, arbeitet der Ventilator mit einem Unterdruck. Diesen kann er jedoch nur erzeugen, wenn seine Leistung zur vorhandenen Luftmenge passt.
Rein rechnerisch sollte Die Luft in Deiner Growbox 20 mal pro Stunde ausgetauscht werden. Da auch der Abluftschlauch und Dein Aktivkohlefilter ein wenig Luftdurchsatz benötigen, kann man den Mindestdurchsatz wiefolgt berechnen:
Mindestdurchsatz = [(1,3 x Raumvolumen in m³) + Schlauchlänge in m] x Umwälzungen pro Stunde
So ergeben sich folgende Werte für den absoluten Mindestdurchsatz:
| Zeltgröße (cm) | Fläche (m2) | Mindestwert (m3/h) | Empfohlen (m3/h) |
| 60 x 60 | 0.36 | 80 | 320 |
| 80 x 80 | 0.64 | 90 | 360 |
| 120 x 60 | 0.72 | 100 | 400 |
| 100 x 100 | 1.00 | 115 | 460 |
| 120 x 120 | 1.44 | 140 | 560 |
| 240 x 120 | 2.88 | 230 | 920 |
| 150 x 150 | 2.25 | 190 | 760 |
| 200 x 200 | 4.00 | 300 | 1200 |
| 240 x 240 | 5.76 | 400 | 1600 |
Damit bekommen Deine Pflanzen zwar genug Frischluft zum atmen, aber Du kannst nur wenig Einfluss auf die Temperatur nehmen. Aus diesem Grund werden Abluftsysteme in der Regel deutlich größer dimensioniert. Die meisten Grower wählen ihre Abluftstärke so, dass ihr System den Mindestdurchsatz 2-4 Mal leisten kann. Dadurch lässt sich auch im Sommer die Temperatur besser konstant halten und durch die "Übergröße" kann der Lüfter auf niedriger Stufe laufen und bleibt sehr leise.
Wenn Du ein mehr Einfluss auf die Temperatur in Deiner Growbox nehmen möchtest, dann empfiehlt sich eine größer Dimensionierte Abluft mit Temperatursensor.
Wenn Du uns fragst, raten wir Dir immer zu einem größeren System. Der Grund dafür ist simpel: die Lautstärke. Ein starkes Belüftungssystem, das Du problemlos auf 50 % Leistung fahren kannst, wird Dich im Alltag weniger stören, als ein kleines System, das sich ständig an seiner Grenze befindet.
Außerdem kannst Du viele Systeme über Drehregler steuern und bist dadurch in der Lage, bei hohen Temperaturen in Deiner Growbox für stärkere Abluft und Kühlung zu sorgen.
Das ist logischerweise die nächste Frage, die wir nun klären sollten. Natürlich machen Ventilatoren im Betrieb Geräusche - inwiefern diese tatsächlich störend sind, ist subjektiv und abhängig vom Stellplatz des Growzeltes oder der Lage des Raumes.
Da das jedoch keine zufriedenstellende Antwort ist, haben wir uns ein wenig genauer mit der Thematik befasst, und ihr eine eigene Grow Guru TV Folge gewidmet. Dorten messen wir selbst die ausgegebenen Dezibelwerte. Am besten wirfst Du direkt einen Blick darauf:
Zusammengefasst kann allerdings gesagt werden, dass Belüftungssysteme laut unserem Test einen Lärmpegel zwischen 30 und 53 Dezibel aufweisen können. Das entspricht etwa dem Unterschied eines Flüsterns zu einem halbwegs lauten Kühlschrank.
Die verschiedenen Werte hängen mit den Systemen zusammen, die wir getestet haben. Je nach dem, welchen Lüfter Du verbaust, wird sich Deine Abluft mehr oder weniger bemerkbar machen. Weiterhin gibt es speziell gefütterte Abluftschläuche, die die Betriebsgeräuche der Ventilatoren zusätzlich dämmen.
Du wirst feststellen, dass der Markt Dir viele verschiedene Lüfter zur Verfügung stellt, zwischen denen Du dich entscheiden musst.
Diese Ventilatoren unterscheiden sich unter anderem nach Größe (die häufigsten Varianten sind 125 mm bzw. 160 mm Flanschdurchmesser), Bauweise oder Antriebsart. Auch die Einstellmöglichkeiten sind verschieden: neben einfachen 2-Speed-Lüftern existieren beispielsweise auch solche, die automatisiert die Drehzahl an die aktuell herrschende Temperatur anpassen.
Die am häufigsten eingesetzte Lüfter sind Rohrventilatoren, die sich perfekt für die Anwendung im Hobby-Bereich eignen und leicht in Deine Box eingesetzt werden können. Darüber hinaus verwenden manche Heimgärtner sogenannte Schneckenventilatoren, die die Luft radial ansaugen. Diese eignen sich grundsätzlich auch gut für den Growbereich, sind aufgrund der Bauform jedoch schwerer in das Belüftungssystem zu implementieren.
Die Creme de la Creme der Abluftventilatoren wird von leistungsstarken Lüfterboxen gebildet. Diese sind jedoch vor allem für den Profis oder sehr ambitionierte Grower geeignet und finden bei diesen auch ihren absolut berechtigen Platz in der Belüftung.

Hin und wieder werden wir außerdem nach einfachen Axialventilatoren gefragt, die es schon für ein kleines Budget zu kaufen gibt. Dies hat jedoch auch seinen Grund: diese günstigen Lüfter sollen in den allermeisten Fällen nicht mit einem Aktivkohlefilter verwendet werden und eignen sich unserer Meinung nach lediglich als Ersatzlüfter für den Notfall.
Du merkst wahrscheinlich, dass die unterschiedlichen Lüfterarten und -bauformen ein Thema für sich ist, das sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Wenn Du Dich ein bisschen tiefer informieren möchtest, empfehlen wir Dir, das in einem persönlichen Gespräch mit uns zu tun. Komm dafür einfach zu uns in den Laden oder kontaktiere uns online - wir sind jederzeit für Dich da.
Auch die Filter unterscheiden sich in ihren Ausführungen, wobei es hier weitaus weniger Variationen gibt, als Du sie eben bei den Lüftern kennen gelernt hast.
Das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal ist die Standzeit, also die Zeit, in der Dein Filter Gerüche absorbiert und damit seiner Funktion gerecht wird. In unsrem Sortiment bieten wir Dir zwei verschiedene Bauarten von Aktivkohlefiltern an.
Preislich sind die INDUSTRY-Filter etwa doppelt so teuer aber dreimal länger haltbar.
Unter Frage 4 haben wir es kurz angesprochen: Du kannst Abluftschläuche kaufen, die zusätzliche Schalldämmung verbaut haben. Diese Sonodec- oder Phonic-Trap Flexschläuche zeichnen sich durch eine Schicht Dämmwolle aus, die an der Schlauchinnen- und -außenseite durch Aluminium oder Kunststoff verpackt ist. Diese Kombination ermöglicht eine auch für uns überraschend effiziente Schalldämmung.
Daneben kannst Du Dich natürlich auch für die günstigere Aluflex Variante entscheiden. Schläuche dieser Bauweise findest Du oft bei Abzugshauben verbaut und bestehen aus einer in mehrere Ringe gefasste Aluiminiumfolie.
Die Frischluft wird durch den Unterdruck des Ventilators zu Deinen Pflanzen gesaugt. Handelsübliche Growzelte haben zu diesem Zweck Lufteinlässe in Bodennähe - solltest Du Deine Pflanzen in einem Schrank aufziehen, darfst Du nicht vergessen, Dir eine solche Öffnung zu schaffen.
Für die meisten Zwecke genügt diese Frischluftzufuhr schon aus. Wenn Du allerdings ein größeres Projekt vor Dir hast und zum Beispiel ein ganzes Zimmer versorgen möchtest, ist Zuluft durchaus ein Punkt, der ein bisschen Extraplanung benötigt. Auch hierbei unterstützen wir Dich gerne - schreib uns dazu einfach an.
Übrigens: Deine Frischluft beziehst Du optimalerweise nicht aus dem selben Raum, in den Du Deine Abluft leitest.
Wir benutzen in der Regel Verbindungsmanschetten mit Schaumstoff für die Schnittstelle zwischen Lüfter und Filter sowie Schlauchschellen zur Befestigung des Abluftschlauches.

Von der Verwendung von Klebeband raten wir Dir ab. Dieses ist nicht für die Luftfeuchtigkeit gemacht, die Deine Pflanzen erzeugen werden, und löst sich mit der Zeit ab.
Ja, unbedingt. Diese Frage wird erstaunlich oft gestellt, die Antwort ist aber wirklich immer die gleiche. Deine Pflanzen benötigen eine stetige Frischluftzufuhr und du möchtest den Geruch möglichst nur im Filter haben. Daher, unsere ganz klare Empfehlung: lass den Ventiltator bitte durchgehend laufen.
Die 10 häufigsten Fragen wären an dieser Stelle geklärt und wir hoffen, Du hast bis hierhin schon einiges über die Belüftungssysteme im Growbereich lernen können. Im nächsten Schritt möchten wir Dich über zwei bei Ventilatoren sehr weit verbreitete Antriebsarten aufklären: AC und EC.
Hier findest Du eine Auswahl unserer Top-Seller Abluft-Sets.

Du möchtest Deine Belüftung nicht mühsam zusammen suchen? In unseren Belüftungspaketen haben wir das bereits für Dich erledigt.
Früher oder später wirst Du in Deiner Heimgärtner-Laufbahn sicher über die beiden Begriffe stolpern: AC-Ventilatoren und EC-Ventilatoren. Gemeint ist damit die im Lüfter vorhandene Antriebsart bzw. der verbaute Motor. Wie diese beiden sich unterscheiden und worin der Vorteil an den jeweiligen Systemen liegt, verraten wir Dir im folgenden Abschnitt.
AC-Lüfter verwenden für den Betrieb Wechselstrom (daher "AC" für alternating current) wohingegen EC-Lüfter Gleichstrom in Kombination mit einem Permanentmagneten nutzt.
Die Wechselstrom-Ventilatoren sind daher, wenig überraschend, günstiger im Kauf als die komplexere Alternative. Allerdings ist das auch der einzige Vorteil, den die Lüfter ins Rennen einbringen können. Externe Steuergeräte sind oftmals nur auf Umwegen koppelbar und die Effizienz ist bezogen auf die Verbrauchs-Leistungs-Rechnung ein bisschen schlechter als bei EC-Geräten.
Nichtsdestotrotz haben die günstigen Lüfter durchaus ihre Daseins-Berechtigung. Wir bieten AC-Systeme in 3 verschiedenen Ausführungen an:
Im Vergleich haben EC-Ventilatoren eine ganze Reihe an Vorteilen und lediglich einen Nachteil: die Anschaffungskosten sind aufgrund der verbauten Technik spürbar höher. Dafür bekommst Du allerdings ein Gerät auf dem neustenen Stand der Technik:
Ein weiterer Vorteil liegt in der verbesserten Anwenderfreundlichkeit, bezogen auf sowohl die Einstellungsmöglichkeiten, als auch die Stromkosten. Wie auch bei manchen AC-Ventilatoren kannst Du bei EC-Lüftern sowohl Drehzahl als auch Wunschtemperatur festlegen. Wird letztere jedoch überschritten, fahren AC-Systeme auf volle Leistung hoch (also 100 %) bis die gewünschte Temperatur wieder erreicht ist. Bei vielen EC-Geräten (nicht bei allen) kannst Du zusätzlich eine Maximaldrehzahl einstellen, die im Falle einer Erwärmung nicht überschritten werden soll.
Wir können also festhalten, dass EC-Lüfter unbestritten die überlegenere Technik beinhalten und vielfach einsetzbar sind. Der höhere Kaufpreis wird durch die vielen Vorteile schnell wieder gutgemacht. Dennoch sollte man AC-Ventilatoren nicht abschreiben. Gerade wenn Du die zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten nicht benötigst hast Du mit den günstigeren Modellen nach wie vor eine bewährte und zuverlässige Alternative.
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