Tipps gegen Hitzeprobleme in der Growbox

Lesedauer: 7 min

Hier lernst du...

  • alle Möglichkeiten zum Senken der Temperatur
  • von einfach bis kompliziert
  • von der Vorbereitung zur Notfallmaßnahme

Ein Dauer-Brenner unter den häufigsten Fragen: was kann ich machen, wenn es in meiner Box zu heiß wird, z.B. im Sommer?

Merke: 30 Grad ist die Grenze. Ab hier schadet die Hitze Deinen Pflanzen.

Auf dieser Seite haben wir Dir alle uns bekannten Tipps und Maßnahmen gegen Hitze in der Growbox zusammengetragen.

Tipp 1: gute Vorbereitung für den Sommer

Wenn Du mit Deinem Grow Projekt in die Sommermonate kommst (das erkennst Du normalerweise durch einen schnellen Blick in den Kalender), dann gibt es ein paar Dinge, die Du vorab tun kannst, um Dich auf Hitzeprobleme vorzubereiten:

  • Du solltest auf Erde anbauen. Erde verzeiht mehr Fehler als der substratlose Anbau (Hydroponik) und Du bekommst auch kein Problem mit der Nährlösung.
  • Zelthöhe maximieren, ggf. Neukauf  (besserer Airflow, siehe unten).
  • Mykorriza sollte immer eingesetzt werden (auf Erde). Die Pflanzen werden dadurch auch robuster gegen Stress durch Hitze.

Tipp 2: kühle Luft ansaugen (aktiv oder passiv)

Hast du die Möglichkeit, von irgendwoher kühle Luft anzusaugen?

Beispiele:

  • Nordseite Des Gebäudes
  • Treppenhaus
  • Keller
  • Innenräume

Passive Zuluft

Anstatt Zuluft einfach durch eine Öffnung in der Box zuzuführen, kannst Du auch über eine Schlauchleitung Zuluft in die Box leiten.

Wenn Du ein Belüftungs-Komplettset von Grow Guru gekauft hast, dann liegen dem Set 10m Schlauch bei und Dein Abluft-Ventilator ist ausreichend leistungsfähig, um Zuluft aus bis zu 10m Entfernung passiv zuzuführen.

Aktive Zuluft

Größere Distanzen sind auch möglich, dann empfehlen wir jedoch eine aktive Zuluft.

Wenn Du Dich für eine aktive Zuluft entscheidest, bedenke dass der Zuluft-Lüfter Luft in die Schlauchstrecke pressen sollte, da Du andernfalls teure Saugschläuche nutzen musst. Ein Vorfilter verhindert außerdem das Ansaugen von Lebewesen oder sonstigem Unrat.

Tipp 3: warme Luft abführen

Die Abluft sollteste Du nicht in den selben Raum führen, aus dem die Zuluft stammt. Ansonsten ziehst Du die verbrauchte und warme Luft wieder ein.

Dabei würden zudem die Temperaturen stets hoch bleiben und Deine Pflanzen werden nicht mit genügend Frischluft versorgt.

Anwendungsbeispiele für Zu- und Abluft:

  • Zuluft kommt von außen (z.B. Fenster) und Abluft führt in einen anderen Raum
  • Zuluft komm aus dem Raum und Abluft führt aus dem Fenster raus
  • Zuluft kommt aus Raum A und Abluft führt in Raum B

Tipp 4: Carpe Noctem - Tag-Nacht-Zyklus tauschen

Wenn Du die Belichtungsphase Deiner Pflanzen in die Nacht legst, kannst Du währenddessen die kühlere Nachtluft nutzen.

Tipp 5: Airflow verbessern

Zusätzliche Luftbewegung innerhalb der Box senkt zwar nicht die Temperatur, verhindert jedoch Hitzestau (und Schimmelbildung) an einzelnen Stellen. 

Folgende Maßnahmen sind dabei hilfreich:

  • für ausreichend und dauerhafte Umluftbewegung sorgen (an alles Stellen der Box)
  • weitere Zuluft-Öffnungen der Box nutzen, sofern vorhanden
  • größere Box nutzen und Abstand der Pflanzen vergrößern
  • Space Booster erhöhen das zur Verfügung stehende Volumen in der Growbox. Space Booster sind bei manchen Growbox-Modellen serienmäßig dabei, können aber auch nachgekauft werden.
  • Scrog-Netze / WebIT Netze sollten frühzeitig eingesetzt werden, um den gesamten zur Verfügung stehenden Raum in der Growbox zu nutzen (runterbinden).

Tipp 6: weniger Hitze produzieren

Wärmequelle Nr. 1: das Licht

Die Beleuchtung ist die Hitzequelle Nummer 1 in Deiner Box. Mit folgenden Maßnahmen kannst DU die Hitze-Entwicklung senken:

  • Lampe dimmen, wenn möglich

NDL sind besonders problematisch. Wenn Du NDL nutzt, hast du zusätzlich folgende Möglichkeiten:

  • Cool-Tube nutzen, um einen großen Teil der Hitze vom Leuchtmittel nach außen abzuführen
  • Vorschaltgerät außerhalb der Box platzieren
  • auf LED umsteigen

LEDs produzieren sehr viel weniger Hitze als NDLs (Beispiel: die Kühlkörper der hydroca-LEDs werden selbst nach vielen Betriebsstunden nur handwarm).

Wärmequelle Nr. 2: sonstige Verbraucher

Bringe alle anderen nicht notwendigen Verbraucher außen an der Growbox an:

  • Vorschaltgeräte
  • Dein Abluft-Lüfter kann ebenfalls außen angebracht werden (Filter natürlich weiterhin innen)

Grow LEDs

Finde unter unseren Angeboten die passende Beleuchtung für Deine Anforderungen

Tipp 7: aktiv kühlen

DIY Kühlung

Mit Kühlpads in der Growbox oder nassen Handtüchern oder Schüssel mit Eiswürfeln + Venti im Raum, in dem die Grow Box steht, kannst Du einen kurzzeitigen Kühl-Effekt erreichen und Hitze-Spitzen im Notfall ausgleichen. Der Aufwand ist natürlich recht hoch.

Die Lösung mit Kühlpads ist dabei praktischer, weil dabei die Luftfeuchtigkeit nicht angehoben wird.

Professionelle Kühlung

Vorsicht: Luft zu kühlen ist sehr teuer. Dies sollte deshalb die letzte Maßnahme sei. Luft zu kühlen kostet viel mehr Energie als sie zu erhitzen.

Luft innerhalb von Feuchträumen kühl zu halten ist außerdem eine zusätzliche Herausforderung und nur mit speziell dafür vorgesehenen Klimageräten möglich. Haushalts-Klimageräte eignen sich dafür nicht.

Für die Klimatisierung von Feuchträumen eignen sich vor allem die Geräte von OptiClimate. Diese speziellen Geräte können kühlen, entfeuchten und heizen. Sie werden normalerweise in einem Closed Loop-System eingesetzt, in dem aktiv (kaltes) CO2 zugeführt werden muss.

Klimageräte

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