Grow Erde selbst mischen

Lesedauer: 5 min

Hier lernst du...

  • wie Du Deine Erde selbst mischen kannst
  • welche Vorteile Du daraus ziehst
  • und worauf Du dabei achten musst

Wenn Du Dein Grow-Erlebnis individueller gestalten und Deine Pflanzen langfristig mit einem gezielten Nährstoffmix versorgen möchtest, ist es ein Versuch wert, Deine Erde einfach selbst zu mischen. Dieses Vorgehen erlaubt Dir, Deine ganz eigene Note in die Anzucht einzubringen und macht Dich unabhängig von den Angeboten auf dem Markt. Wie Du das anstellst erklären und was Du dabei wissen musst erklären wir Dir auf dieser Seite.

Viel Spaß beim Gärtnern (und beim Lesen) wünscht dir dein Grow Guru Team :).

Du hast ein bisschen Zeit? Schau Dir unser Video an:

Grow Erde slbst mischen - was sind die Vorteile?

Viele Grower schwören darauf, ihre Erde selbst zu mischen. Welche Vorteile kannst Du von selbstgemischter Erde erwarten?

  • Selbstgemischte Grow Erde ist sehr nährstoffreich und muss nicht nachgedüngt werden. Besonders dann, wenn die Pflanzen über längere Zeit unbeaufsichtigt wachsen müssen, ist der Einsatz nährstoffreicher Erde sinnvoll (natürlich kannst Du diese auch einfach kaufen).
  • Eine Überdüngung ist nicht möglich, zumindest sofern Du Dich an die Rezepte erfahrener Grower hältst (mehr dazu kannst Du unten lesen).
  • 100 % Bio ist leicht realisierbar. Vorgemischte Erde aus dem Handel ist oft (nicht immer) mit mineralischen Düngern angereichert. Möchtest Du darauf sicher verzichten, benötigst Du entweder vorgemischte Bio-Erde oder mischst Deine Erde selbst.
  • Du hast die volle Kontrolle. Es ist Deine Erde, die Du selbst zusammengestellt und gemischt hast. Du kannst also einschätzen, was Dich erwartet, und schnell auf eventuelle Probleme bei der Anzucht reagieren.

Erde selbst mischen ist einfach und macht Spaß
Nicht nur für Liebhaber: Erde selbst zu mischen bringt einen ganz neuen Aspekt in Deinen Grow-Alltag

Deine selbstgemischte Grow Erde aus Kompost ist eine sehr gute Grundlage, um ein naturnahes und intaktes Bodenklima zu schaffen, in dem nützliche Lebewesen und andere Helfer für symbiotische Beziehungen mit Deinen Pflanzen gedeihen können. Zugleich bedeutet das aber auch, dass selbstgemischte Erde eher bei Outdoor-Grows Sinn macht, da nur dort ein wirklich intaktes Bodenklima existieren kann. 

Ziehst Du Deine Pflanzen indoor auf, kannst Du zwar einen Ausschnitt einer naturgetreuen Bodensphäre bestmöglich nachbauen - eine 1:1 Kopie wirst Du jedoch nie erreichen. Als Beispiel: Du hast wahrscheinlich keine Regenwürmer oder Larven in Deinen Töpfen (oder solltest zumindest nicht) ;).

Wichtig: selbstgemischet Erde sollte nur für die Wachstums- und Blütephase verwendet werden. Für zarte Stecklinge ist sie zu nährstoffreich.

Worauf musst Du achten?

Natürlich gibt es bem Einsatz selbstgemachter Erde auch Nachteile, über die Du Bescheid wissen solltest.

So sparst Du im Vergleich zu vorgemischter Erde nicht zwingend Geld. Sparen kannst Du eigentlich nur dann, wenn Du zumindest einen Teil der verwendeten Komponenten irgendwoher umsonst beziehen kannst.

Auch wenn Du nur die kleinsten Packungen der einzelnen Bestandteile kaufst (z.B. bei Wurmhumus), wird das Selbst-Mischen erst ab einer gewissen Mindest-Zielmenge wirtschaftlich. Als Orientierung schätzen wir ca. 100 L.

Deine selbstgemischte Erde kann nicht direkt genutzt werden. Du solltest sie zwei bis drei Monate vor Verwendung vorbereiten und sie im Anschluss in einer dunklen und kühlen Umgebung fermentieren lassen. Beachte also die lange Vorbereitungszeit!

Der Fahrplan für Dein Outdoor-Projekt

Erfahre alles, was Du für Deinen nächsten Outdoor-Grow wissen musst, in unserer ausführlichen Anleitung

Unser Rezept für eine gesunde Erde

Du wirst im Internet viele verschiedene Rezepte zum Mischen nachhaltiger Erde finden - viele davon sind empfehlenswert. Bei Grow Guru haben wir die besten Erfahrungen mit der folgenden Mischung gemacht:

Du benötigst:

  • 4 Teile Basiserde, bestehend aus Pflanzenresten, Mulch und Holzfasern
  •  4 Teile Kompost
  • 1 Teil Perlitgranulat, um eine ordentliche Drainage zu schaffen
  • 1 Teil Kalk zur Regulierung des pH-Wertes
  • 1 Teil Wurmhumus, Hornmehl und Hornspäne (also ein Mix, zu gleichen Teilen aus den genannten Komponenten bestehend)

Hast Du alles beisammen, musst Du die Komponenten gut mischen. Im Anschluss daran verpackst Du Deine neue Mischung, schaffst ein paar Luftöffnungen um Schimmelbildung zu vermeiden und lagerst die Erde für zwei bis drei Monate an einem dunklen und kühlen Ort.

In dieser Zeit können die Mikroorganismen ihre Arbeit erledigen und Deine selbstgemischte Erde auf den Einsatz an Deinen Pflanzen vorbereiten.

Zur Lagerung der Erde bieten sich handelsübliche schwarze Müllsäcke an. Diese sind kostengünstig, stabil und leicht erhältlich. Bringe diese für die Fementierung in Deinem Keller unter und Deine Erde hat ideale Voraussetzungen.

Das war auch schon alles - Du siehst, einen nachhaltigen Erdmix selbst zusammenzustellen ist gar nicht schwer. Wir hoffen, wir konnten Dir helfen und wünsche Dir viel Spaß beim Gärtnern!

Falls Dir der Artikel gefallen hat oder Du Kritik hast, würden wir uns über eine kurzes Feedback im unteren Formular sehr freuen :).

Dein Team von Grow Guru

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